Neulich kein Alltag

Auflegen in der MUMOK-Lounge, gemeinsam mit Hr. Goldgruber
Das Set war war eher breit angelegt, zwischen individueller Playlist, Electronic, HipHop und Soul.
Das besondere aber war die Location. Nüchterne Architektur und ein riesiges Panoramafenster mit Blick auf die (unbeleuchtete?) Kuppelhalle des MUMOK im 8.Stock.
In diesem Kunst-Distributions-Gebäude, dem Ort der Kunstpriester und -gläubigen bekam ich nach 2 doppelten Gin-Tonic die unbändige Lust, Yves Kleins blaue Kunstwerke einzufärben, sonstwie zu verfeinern (Hot-Dogs ankleben) oder sie ganz einfach vergänglich zu machen.
Das Schema des Kunstmarktes ist einfach zu durchschaubar geworden, Künstlerkarrieren im Übrigen planbar.
Die Vergänglichkeit der Kunstwerke würde sie als Spekulationsobjekt unbrauchbarer machen.
Ok - Yves Klein kann schon gar nichts dafür, der war in den 50ern erfolgreich. Ich war wie so oft "zu müde für sowas" und der Nachtwächter war auch zur Stelle. Er hat uns erklärt, dass Taxis nicht direkt reinfahren dürfen und wir zu Fuß zur "Breite Gasse" gehen sollten. An dieser Stelle auch vielen Dank an die Architekten des MQW: 200 Meter Weg, unterbrochen durch 3 Aufzüge und 50 Stufen in strömenden Regen.
Wirklicher Dank ergeht an Werner u. Barbara, ohne deren Hilfe das Tragen und wiederholte Abstellen von Technik und Tonträgern im Platzregen noch grausamer gewesen wäre (für die Sachen - eh klar).
webpaul - 7. Mai, 16:54

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