Arbeit

Dienstag, 26. Februar 2008

Eure Arbeit macht mir Angst

Mediendemokratie
Mediendemokratie und Regierungsarbeit

Meinungsforscher, Medien und Tags darauf der Volksmund sind sich einig:

Die Regierung soll arbeiten, nicht streiten.

Aber was, wenn nicht streiten, ist denn eigentlich Regierungsarbeit?

Wenn Sicherheitspolizeigesetz, Bleiberecht, Festhalten am Bankgeheimnis, Schaffung von externen Abteilungen wie der BIA, Vergabe des E-Card Projektes, Eurofighter, Visa-Affäre, etc. zu dieser Arbeit zählen, dann macht einem das eher Angst.


Vielleicht sollte diese Regierung einfach GAR NICHT ARBEITEN - und wenn, dann bitte ganz, ganz langsam.

Dienstag, 23. Oktober 2007

Fleischjob

fleisch
Durch meinen Job komme ich viel herum. Das ist gut, weil es mir Erfahrungen bringt und einen stark meinungsbildenden Effekt hat.

Das Proletariat ist ausgestorben?

Ich wusste nicht, dass es die Arbeiter in einer Wurstwarenfabrik (Anm.: somewhere in Ösi-Land) so schwer haben. Stunde für Stunde, Tag für Tag, Jahr für Jahr zerkleinern sie in unglaublichem Tempo Tonnen von Fleischstücken oder reihen Würstelmassen in Container.

Das schlimmste aber dürfte der Arbeitsbereich "Selcherei" sein. In abgedunkelten, katakombenähnlichen, schwer verrauchten Industrie-Sälen mit 2 - 3 Meter Sicht, hetzen schutzbekleidete Gestalten herum. Die Luft dort kann der Gesundheit einfach nicht zuträglich sein, ich hatte nach 2 Minuten schon Halskratzen.

Im Übrigen versöhnen mich diese Eindrücke mit meinem Job. Auch habe ich tiefen Respekt vor dem, was Menschen Tag für Tag aushalten wollen/können/müssen.

Klingt alles ein bisschen pathetisch und naiv - ist aber so!

Und: der Ankünder gilt natürlich noch - ich hab derzeit einfach zuviel um die Ohren ...

Sonntag, 2. September 2007

Corporate Identity, Behavior and Language

Inkubationszeit
Am Beginn eines jeden Tages gibt es eine Phase - eine Art "Twighlight Zone", einen Übergang - der Integration in die "daily identity" - ins eigene Selbstverständnis.

Der Zeitraum der Persönlichkeits-Modifikation - vom unbewussten Nichts (Schlaf) in die einzunehmende Rolle - ist für mich der spürbarste im Bereich des Phänomens Identität.

Immer suspekter werden mir in diesem Zusammenhang (teuer erstellte) Identifikations"angebote" von Arbeitgebern (Firmen, Organisationen, etc.)
. Damit sie funktionieren, müssen sich diese Angebote mit der persönlichen Identität vermischen - würden mehrere Identitäten parallel oder zeitversetzt (nur Arbeitszeit) funktionieren, spräche man von Dissoziativer Identitätsstörung - einer schweren Krankheit.

Gemeint sind hier: Corporate Behavior, Language, Culture, Philosophy - alle zusammengefasst in der sog. CI.

Anm.: Corporate Behavior schreibt das Verhalten der Mitarbeiter untereinander und gegenüber den Kunden fest (verkürzt, bitte hier weiterlesen).

Meine Identität wird also durch Instrumente der Markenführung und Gewinnmaximierung mitbestimmt? Das neue "Soll-Image" von Firma XY wird Bestandteil meiner privaten Perönlichkeit und meines Lebensgefühls?

Ich denke, hier geht Arbeitnehmer-Domestizierung entschieden zu weit.
Firmen sind keine Personen (juristische ja - ein Fehler der Geschichte ...), sondern eher abstrakte, virtuelle Finanzkonstrukte und haben eben KEINE Identität.

Nach eigener Kurzrecherche und Lektüre gibt es derzeit keine Studien, Berichte, Publikationen oder Filme zum Thema Nachteile und Nebenwirkungen von Corporate Identities. Möglicherweise ist es aber ein ganz perfides, hochintellektuelles, neuzeitliches Instrument der Verhaltenssteuerung im Interesse von Unternehmen (und auch Staaten).

klingt unfein - oder?

Lösung: Erst wenn jeder Erdenbürger sein Logo und CI-Manual hat, wird die Sache so unübersichtlich, dass sie sich selbst auflösen muss - und jeder wieder seine Ruhe hat.

Mittwoch, 29. August 2007

Home is, where my heart is

comming home

Ich bin die Personifizierung der Unternehmensziele, ich formuliere nur positiv und bin an Lösungen interessiert - man merkt es an meiner Kleidung.

Ich habe Herz und Geschmack, gehe nur mit relevanten Personen aus und alle lieben mich und nlp.

Ich und meinesgleichen - oversexed and underfucked - haben auch private Ziele. Blond sollte sie sein - ich trainiere viel.

Ich baue mir ein Heim auf - Pool und Alm habe ich. Ich fühl mich sicher, wir sind viele. Wer möchte ein Stück mit mir gehen?

Sonntag, 5. August 2007

Food-Fotografie

Food-Fotografie, Probeaufnahme
Obst/Gemüse ins rechte Licht zu rücken ist eine diffizile Sache - vor allem wenn das rechte Licht nicht da ist.

Ein cooles Foto schießen ist eine simple Sache. Weniger simpel wird´s, wenn das Bild eine präzise Aussage treffen soll.

In diesem Fall hätten wir bis jetzt:

Gleich brause ich im mit Obst gefüllten Youngtimer davon, um es zuhause sogleich seinem - gesunden - Verwendungszweck zuzuführen???

Na egal, morgen früh muss es sitzen und fertig sein ...

Donnerstag, 26. Juli 2007

Theorie des Tages: Der Sunk-Cost Effekt



Oft beobachtet man doch Phänomene, ohne zu wissen, dass diese schon längst als solche durchschaut, erforscht sind und auch von den Findigen eine nette, plakative Bezeichnung bekommen haben.

Oft - an dieser Stelle bewusst wiederholt - habe ich schon den Satz "aber darin haben wir schon so viel investiert" gehört oder Entscheidungen auf diesen Umstand zurückgeführt. Neulich öffnet mir ein Freund (Vollblut-Psychologe) die Augen: Ihm ist es egal, ob er darin (worin auch immer) schon viel investiert hat, es (was auch immer) ist mittlerweile total sinnlos, also trifft er eben die rationale Entscheidung, das Es einfach wegzuschmeissen und nicht mehr zurückzuschauen. "In der Psychologie nennt man das den Sunk-Cost Effekt, an Dingen festzuhalten, nur weil man viel in sie investiert hat!".

Natürlich habe ich mir den Begriff nicht sofort gemerkt und einige Tage später per Mail nochmal nachgefragt - damit ich das auch schriftlich habe und nachlesen kann - und mittlerweile ist es einer meiner Lieblingswörter. Und das trotz des Anglizismus.

Dienstag, 19. Juni 2007

Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit!

Selbstportrait

So oder so ähnlich werde ich nie eine Präsentation beenden. Hab ich auch nicht.

Das klingt so wie "eigentlich interessiert das Thema kein Schwein - aber trotzdem Danke für die ungerechtfertigte Aufmerksamkeit"

Am Ende einer Präsentation schleicht sich komischweise immer dieser Satz in meinen Kopf. Vor meinem Auge erscheinen dann aber Heerscharen von businessbekleideten Fad-Menschen, egal ob sie real da sind, oder nicht.

Ein kurzer Würgeimpuls - reflexartige Verdrängung des eben Gedachten - nur nicht unterwerfen! Ein knappes "Das war´s" und fertig.

Mit diesem Blog war´s das vorerst noch nicht - er wird noch ein Zeiterl bestehen.

Nebenbei: Danke für eure Aufmerksamkeit!

Montag, 18. Juni 2007

Blogpräsi

Präsentierteller

Diese ist heute, auf der Agenda steht:

präsentation "frontâle"
praxisübung "savoir bloggé"
diskussion "quel client"
gewinnspiel "profit pour le bêst"


Die besten Ideen gewinnen - hier die möglichen Preise

1 erotisches Bild
1 rasende Autofahrt zu McDonalds oder zur Bio-Greißlerei (Mittagspause)
1 Tageskarte Badeschiff Wien

(die Preise können jederzeit von der Geschäftsleitung erhöht werden)

Viel Spaß beim Mitmachen
Kommentare erwünscht!

Montag, 14. Mai 2007

Morgen schon heute

Alterlaa
Arbeit macht müde, und das ist auch gut so. Denn mit der Müdigkeit steigt auch die Wurschtigkeit, und der Ausfall des Antriebs fällt einem selbst bei Wurschtigkeit nicht weiter auf. Anderen vielleicht schon, aber dazu ein anderes Mal.

Das macht mein Leben einfacher. Denn ich kann mich verlassen, dass mein Schema für morgen schon heute funktioniert hat - und die daraus gewonnene Sicherheit gibt mir wieder Energie zurück. Und das ist doch schon mal was - vielleicht bleibt ein bisschen was davon über für angenehmen und ausgleichenden Nicht-Alltag, wie es Paul ausdrücken würde.

Donnerstag, 10. Mai 2007

Schönheit des Alltags II / Glücksmaxime

Verlagsgebäude - unseres
Lieber Mikemaz!

Folgendes möchte ich dir, in Zusammenhang mit deinem letzten Blogeintrag, ans Herz legen:

"Das Geheimnis des Glücks liegt darin, gern zu tun was man ohnehin tun muss!"

Das ist, glaube ich, ein chinesisches Sprichwort und hat - auf vermutlich langen Wegen (weil ja China) - den Weg zu meiner Großmutter gefunden. Von Oma zu Mutter zu mir zum Leser zu dir ist dagegen ein Katzensprung. Die Glücksmaxime hat bestens bei den Altvorderen funktioniert, wende sie an und der nächste Arbeitsweg wird zum Vergnügen.

Mach es so wie ich und ändere die Perspektive. Ein anderer Blickwinkel und die Welt wird bunt (Bild: selber Arbeitsplatz - 100m weiter)

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