
Menschen hatten wohl immer schon Haustiere. Durch hartnäckiges Niedlichsein von der
nutztierhaften Zweckbindung (Schlachtung, Schädlingsbekämpfung, Wachdienst, etc.) befreit, hat sich gerade die Spezies der Felis Catus (Hauskatze) im
mitteleuropäischen Raum in die luxuriösesten aller ökologischen Nischen (Wohn-, Arbeits-, Schlaf-, Kinder-, Bade-, Etc-Zimmer, beheizt und trocken) zurückgezogen.
Fräulein Smilla (Bild) muss ihre ökologische Nische mit meiner Freundin und mir teilen. Als geduldete MitbewohnerInnen erweisen wir uns nützlich zur Systemerhaltung - Disposition bzw. Allokation der Verbrauchsgüter (Futter, Katzenstreu), personal Training (
Laserpointer-Fangen, Spielmaus-Jagen) und Zuführung von Flüssigkeiten (Auf/Abdrehen des Wassers aus der Badewanne auf Kommando) seien nur Beispielhaft hervorgehoben. Fein, dass Kollaboration dieser Art auch in der Nische unseres Alltags funktioniert und zum wiederkehrenden Schema wurde. Denn wo immer Individuen zusammenleben, findet Aufgabenteilung statt. Fräulein Smillas Aufgabe? Niedlichsein.
mikemaz - 4. Mai, 10:45